
Wie wählt man einen Produktkonfigurator aus? Vergleich von SaaS-, Open-Source- und dedizierten Lösungen
Die Implementierung eines Produktkonfigurators kann die Vertriebseffizienz deutlich steigern, Angebotsprozesse automatisieren und das Kundenerlebnis verbessern. Bevor Sie sich jedoch für ein bestimmtes digitales Werkzeug entscheiden, sollten Sie die auf dem Markt verfügbaren Optionen prüfen – von vorgefertigten SaaS-Plattformen über Open-Source-Systeme bis hin zu dedizierten, maßgeschneiderten Lösungen. Jede Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Die Wahl des richtigen digitalen Werkzeuges sollte daher von den tatsächlichen Anforderungen Ihres Unternehmens, der Produktart und den gewünschten Integrationen mit anderen Systemen abhängen.
1. Fertige SaaS-Plattformen (Software as a Service)
SaaS-Lösungen wie Variantic, ARLITY, ShapeDiver, KBMax (Epicor CPQ) oder Dreikit sind vorgefertigte Plattformen, die im Abonnementmodell verfügbar sind. Kunden erhalten über einen Browser Zugriff auf die Konfigurator-Umgebung, ohne dass Installation, Updates oder die Verwaltung der Server-Infrastruktur erforderlich sind. Je nach Anbieter können sowohl einfache visuelle Konfiguratoren als auch komplexe CPQ-Systeme mit Integration in ERP und CRM konfiguriert werden.
Vorteile:
- kurze Implementierungszeit (von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen),
- kein Bedarf an der Einbindung eines Entwicklungsteams,
- No-Code-Modellierung und Modellierungseditor (Variantic)
- regelmäßige Updates, Systementwicklung und technischer Support,
- Integration mit E-Commerce, ERP, CRM (meistens über API oder vorgefertigte Module verfügbar),
- Skalierbarkeit und Verfügbarkeit auf verschiedenen Geräten.
Mängel:
- eingeschränkte Möglichkeit, den Quellcode zu ändern,
- die Funktionalität hängt von der Systementwicklung des Lieferanten ab,
- Abonnementmodell – monatliche oder jährliche Gebühren
SaaS ist die ideale Wahl für Unternehmen, die schnell eine moderne Lösung ohne mehrstufige Entwicklung implementieren möchten. Plattformen wie Variantic ermöglichen zudem die Erstellung von Konfigurationsmodellen ohne Programmierung, was den gesamten Prozess deutlich beschleunigt.
2. Open-Source-Lösungen
Open-Source-Systeme beruhen auf Open-Source-Software, die Sie herunterladen, anpassen und selbst einsetzen können. Beispiele hierfür sind verschiedene Plugins für E-Commerce-Plattformen (z. B. WooCommerce Product Configurator), JavaScript-Frameworks (z. B. Three.js für die Modelldarstellung) oder komplexere Systeme, die Sie selbst anpassen können.
Vorteile:
- volle Kontrolle über den Quellcode,
- Anpassungsfähigkeit an ungewöhnliche Anforderungen,
- keine Lizenzgebühren.
Mängel:
- lange Implementierungszeit,
- die Notwendigkeit, ein eigenes IT-Team zu haben oder mit einer Agentur zusammenzuarbeiten,
- Mangel an schnellem technischen Support,
- Die Verantwortung für Updates und Sicherheit liegt beim Unternehmen.
Open Source ist eine Option für technologisch fortgeschrittene Unternehmen oder solche mit eigenen EDV-Programmierressourcen. Es eignet sich gut für kundenspezifische Projekte oder wenn Integrationen tiefgreifend an bestehende Prozesse angepasst werden müssen.
3. Spezielle benutzerdefinierte Konfiguratoren
Eine dedizierte Lösung ist ein Konfigurator, der von Grund auf neu entwickelt wird, speziell für die spezifischen Bedürfnisse des Kunden. Er kann auf Frameworks basieren oder völlig individuell erstellt werden.
Vorteile:
- vollständige Anpassung an Unternehmensprozesse und Produktspezifika,
- beliebige Schnittstellen, Visualisierungen und Logikstrukturen,
- Integration mit jedem System (ERP, PLM, CAM usw.).
Mängel:
- sehr hohe Bau- und Wartungskosten,
- Die Implementierungszeit wird üblicherweise in Monaten angegeben.
- Abhängigkeit vom ausgewählten Auftragnehmer,
- Risiko von Fehlern, Terminverzögerungen und Entwicklungskosten.
Dedizierte Lösungen eignen sich vor allem für große Unternehmen mit komplexen Produkten und spezifischen Anforderungen, die auf Standardplattformen nicht repliziert werden können.
4. Konfiguratoren als Module von CAD-Systemen (IMOS, SolidWorks, Inventor)
Es gibt auch Konfiguratoren auf dem Markt, die Teil größerer CAD/CAM-Systeme sind, wie zum Beispiel TopSolid/TopSolid Planner, SolidWorks Konfigurator, Autodesk Invento oder iLogic . Hierbei handelt es sich um Tools für Fertigungsunternehmen, die über umfangreiche Konstruktionsressourcen verfügen und ihren gesamten technischen Prozess auf CAD-Systemen basieren.
Vorteile:
- hohe Präzision der technischen Konfiguration,
- direkter Link zu Produktionsdokumentation und Zeichnungen,
- Möglichkeit, Dateien für CNC-Maschinen zu generieren,
- Integration in die vorhandene Designumgebung.
Mängel:
- sehr hohe Kosten für die Implementierung des gesamten CAD/CAM-Systems,
- die Notwendigkeit eines spezialisierten Teams aus Ingenieuren und Administratoren,
- hohe Komplexität des Systems, die die Implementierungszeit verlängert und die Skalierung erschwert,
- die Notwendigkeit, die gesamte technische Infrastruktur (Server, Lizenzen, Backups) zu verwalten,
- Fehlen einer flexiblen Weboberfläche für den Endbenutzer,
- Schwierigkeiten bei der Integration mit E-Commerce- und CRM-Systemen.
Diese Art von Konfiguratoren wird hauptsächlich in großen Produktionsanlagen eingesetzt, wo die vollständige Automatisierung von Design und Produktion die Grundlage des Betriebs ist.
Wie wählt man die beste Lösung aus?
Die Entscheidung für einen Konfigurator sollte auf mehreren Schlüsselfaktoren basieren:
- Produktkomplexität– Je mehr Varianten und Abhängigkeiten, desto wichtiger ist die Flexibilität des Systems.
- Budget– SaaS-Lösungen sind kostenkalkulierbar und relativ günstig in der Wartung; dedizierte Lösungen erfordern große Investitionen.
- Implementierungszeit– SaaS-Plattformen sind fast sofort verfügbar, Open-Source- und dedizierte Plattformen benötigen mehr Zeit.
- Technische Ressourcen– Wenn das Unternehmen kein eigenes IT-Team hat, lohnt es sich, eine fertige und unterstützte Lösung zu wählen.
- Integrationen– Wenn der Konfigurator mit ERP, CRM oder E-Commerce zusammenarbeiten soll, stellen Sie sicher, dass die gewählte Technologie dies ermöglicht.
Es gibt keine Einheitslösung. Für viele Unternehmen ist und wird SaaS der effektivste Weg sein, welcher Ihnen ermöglicht, den Konfigurator schnell zu starten und sich auf den Verkauf zu konzentrieren. Open Source ist für erfahrene technische Teams interessant, die volle Kontrolle wünschen. Ein dedizierter Konfigurator ist sinnvoll, wenn Produkt und Prozess so spezifisch sind, dass sie nicht in den Rahmen von Standardlösungen passen.
Wenn Sie nach einer vorgefertigten Plattform suchen, mit der Sie schnell einen modernen 3D-Konfigurator mit der Möglichkeit der Entwicklung, Integration und ohne Codierung erstellen können – schauen Sie sich Variantic an.